Kieferchirurgie Forschung

Um Ihnen in Zukunft eine noch bessere Behandlung bieten zu können, arbeiten wir in unserer Praxis stets daran, unsere Ärzte und die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie als Disziplin fachlich voranzubringen

Implantate

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln. Ein Zahnimplantat übernimmt die gleiche Funktion wie die eigene Zahnwurzel, da es direkt mit dem Knochen verwächst. Implantate tragen Zahnersatz: z.B. Brücken, Einzelkronen oder herausnehmbaren Zahnersatz (Prothesen).

Soziale Projekte

Die MKG Praxisklinik bemüht sich neben ihrer ärztlichen und wissenschaftlichen Tätigkeit auch um soziale und humanitäre Projekte. Details dazu finden Sie unter Wissenschaft und Forschung.

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Botox

Botox Injektion

Botox bzw. Botulinumtoxin Typ A ist ein Protein, das aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen wird. Die Wissenschaft kennt bisher sieben Variationen des Botulinumtoxins, die so genannten Serotypen A, B, C, D, E, F und G.

In der Medizin wird vor allem Botulinumtoxin Typ A, das biotechnologisch gewonnen wird, als verschreibungspflichtiges Medikament zur sicheren Behandlung von Falten sowie zur Therapie schwerer neurologischer Bewegungsstörungen eingesetzt.

Durch die ständige Aktivität der mimischen Muskeln können sich im Laufe des Lebens in der darüber liegenden Haut Falten eingraben, zum Beispiel Zornesfalten über der Nase, Stirnfalten oder Lachfalten an den Augenwinkeln. Da Botulinumtoxin die Muskelkontraktion durch Blockade des hierfür nötigen Botenstoffes vermindert, führen Botulinumtoxininjektionen in die betreffende Muskulatur zu einer dosisabhängigen Entspannung. Als Folge der Muskelentspannung glätten sich auch die Falten oder verschwinden vollständig, wenn sie noch nicht allzu tief eingegraben waren.

Botulinumtoxin Typ A wird nach der Injektion rasch abgebaut. Seine Wirkung hält je nach injizierter Menge und Patient im Schnitt ein halbes Jahr an.

Anwendungsgebiete

Botulinumtoxin wirkt besonders effektiv bei Falten, die durch häufige Muskelkontraktion entstehen, wie zum Beispiel durch Mimik bedingte Falten (Lachfalten). Der klassische Anwendungsbereich für Botulinumtoxin sind Falten des oberen Gesichtsdrittels, also um die Augen und auf der Stirn.

Mit Botulinumtoxin können auch störende Falten seitlich des Nasenrückens und Grübchen am Kinn geglättet werden. Weitere Anwendungsbereiche sind stark hervortretende Muskelstränge am Hals oder durch Muskelzug bedingte Falten im Dekolleté.

In der Regel tritt der Behandlungseffekt nach 48 - 72 Stunden ein, der maximale Effekt wird nach 1 - 2 Wochen erreicht. In seltenen Fällen kann es bis zum Einsetzen der Wirkung auch länger dauern. Die Wirkung hält in der Regel 4 - 6 Monate, dann haben sich die durch Botulinumtoxin bedingten Veränderungen wieder zurückgebildet. Falls erwünscht, kann die Behandlung wiederholt werden.

Schwitzen

Ein weiteres Anwendungsgebiet stellt die Behandlung der pathologischen Schweißsekretion dar, die über den Wirkmechanismus des Botulinumtoxins sehr effektiv und über lange Zeit blockiert werden kann. Dies betrifft das Schwitzen an allen Körperregionen, insbesondere im Bereich der Achseln, Hände, Füße und der Kopfhaut. Erfreulicherweise hält die Wirkdauer von Botulinumtoxin bei der Blockade der Schweißdrüsen deutlich länger an, so dass hier ein Nachspritzen frühestens nach einem Jahr wieder notwendig wird (detaillierte Informationen siehe unter Forschungsschwerpunkte). Eine Sonderform des pathologischen Schwitzens ist das Frey-Syndrom, das durch Botolinumtoxin Typ A sehr gut behandelt werden kann.

Craniomandibuläre Dysfunktion

Ein anderes wichtiges Anwendungsgebiet von Botulinumtoxin stellt die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) dar, d.h. eine muskuläre Störung des craniofazialen Systems. Hierzu zählen das pathologische Knirschen (Bruxismus) sowie der schwere Gesichtsschmerz. Wenn die klassischen Methoden der Schmerztherapie im Bereich des Gesichtes versagen (Schienentherapie, pharmakologische Schmerztherapie, Physiotherapie, Psychotherapie), kann unterstützend mit Botulinumtoxin in hohem Maße eine Schmerzfreiheit herbeigeführt werden.

Neurologische Tics

Aufgrund seiner muskelschwächenden Wirkung wird Botulinumtoxin schon lange in der Neurologie als Therapeutikum bei neurologischen Tics mit gutem Erfolg eingesetzt. Hierzu zählt im Bereich des Gesichtes der sog. hemifaziale Spasmus. Hier  hält die Muskelschwächung in der Regel nur drei bis vier Monate an.